Tag/Day 190 - Brisbane, Tasmanien, Blue Mountains

Zurück in Brisbane stelle ich fest, wie unangenehm heiss und drückig es hier ist. Eigentlich darf ich mich ja nicht beklagen, während in der Schweiz alle bei Minusgraden frieren, jammere ich hier bei Temperaturen über 30°C. Es ist nicht mein erstes Mal in Brisbane, nein ich bin schon das 4. Mal in dieser Stadt und doch habe ich bisher eigentlich kaum etwas gesehen. Eine Stadt mit vielen Kontrasten. Steht die wunderschöne «alte» Kathedrale direkt neben riesigen modernen Wolkenkratzern. Ein nicht unübliches Bild hier. Aber auch Grünflächen und gemütliche Ecken zum Entspannen finden sich überall in der Stadt. Nicht zu vergessen die vielen Kunstobjekte, manche davon gut versteckt. Weiter lohnt es sich hier einmal mehr Ausschau nach Tieren zu halten. Seien es die vielen Water Dragons in den Parks, die vielen Vögel überall, die Fledermäuse welche in der Dämmerung zum Vorschein kommen oder einfach mal ein Blick nach oben um all die riesen Spinnen in ihren Netzen zu beobachten. Es kann aber auch einfach der kleine Gecko sein, der zusammen mit dir im Hostel wohnt. Weiter lohnt sich Aufmerksamkeit, so sehe ich tatsächlich sogar eine Schlange in einem Park, sie ist aber sehr scheu. Oder sei es die Schildkröte im Botanischen Garten auf Wanderschaft. Man würde diese Vielfalt an Tieren hier in der Stadt nicht erwarten und es ist toll wieder zurück bei all diesen Tieren zu sein. 

Back in Brisbane I realize how hot and humid this place is. I shouldn’t complain while it is freezing in Switzerland and I moan about temperatures over 30°C. It is not the first time that I am in Brisbane, in fact it is already the forth time. But so far, I haven’t seen a lot of this city. It is a city with a lot of contrasts. You find the old and beautiful cathedral just next to some modern skyscrapers, a very unusual picture. You can even find some parks and places to relax in the middle of the city. Another interesting thing are all the art objects, some of them hidden, you can find everywhere in the city. If you think there is no wildlife in a city you would be surprised by all the wildlife here in Brisbane. In the parks you can find a lot of water dragons, birds looking for food, bats coming out in the twilight or if you walk along the street lift your head to the sky and you will find huge spiders in their nets everywhere. Probably you see the little Gecko living in the hostel or you are lucky and see a snake in one of the parks. I Had even the chance to see a turtle in the Botanical Garden. You wouldn’t expect to find all these animals in the city, but it is nice to be back in a place with such a lot of wildlife.


Tasmanien-Trip

Damit beginnt die Zeit für Tasmanien. Frühmorgens um 4:30 nehme ich den ersten Zug zum Flughafen und fliege nach Hobart. Noch am Flughafen treffe ich auf Marina. Wir haben uns hier verabredet für einen gemeinsamen Roadtrip durch Tasmanien. Als erstes müssen wir erstmal in diesem neuen Ort, auf der Insel ankommen. Noch am gleichen Tag klappern wir die Autovermietungen ab für einen Mietwagen. Leider ist das Ergebnis sehr niederschmetternd und keine Autovermietung hat ein Auto für uns. Dann gehen wir zu unserer letzten Hoffnung, einem kleinen lokalen Vermieter. Dieser macht uns einen unschlagbaren Deal für ein Mietauto. Erst hat er kein Auto für uns, aber dann offeriert er uns eine Lösung und wir sollen in 3 Tagen das Auto tauschen kommen. Zufrieden mit dem Deal geniessen wir etwas Zeit in Hobart und nützen die Zeit alles für die kommenden zwei Wochen zu organisieren. Als wir dann unser Auto abholen, die erfreuliche Nachricht. Wir müssen das Auto nicht eintauschen und bekommen ein grösseres Auto als geplant. Unser schwarzer Mitsubishi Magna, ist schon etwas in die Jahre gekommen mit dem Baujahr 2000 und sieht etwas aus wie das Auto von einem älteren Ehepaar.

 

Süden

Von Hobart gehen wir erstmal Richtung Süden. Die Fahrt mit dem ungewohnt langen Auto auf der linken Strassenseite fühlt sich komisch an. Man gewöhnt sich doch aber schnell an dieses linksfahren. Was auffällt sind all die toten Tiere auf und neben der Strasse. An Tieren scheint es in Tasmanien nicht zu mangeln, aber wir würden bevorzugen sie lebend anzutreffen und nicht totgefahren. Als erstes steuern wir den Hartz Mountain Nationalpark an, ein sehr friedliches und schönes Gebiet. Eine kurze Wanderung führt uns zum Lake Esperance. Wir haben das Gefühl ganz alleine zu sein und der Blick über die hüglige Landschaft lässt kaum den Gedanken zu, dass wir uns auf einer Insel befinden. In der Ferne sehen wir ein kleines Stück des Meeres. Wir sammeln unsere ersten Erfahrungen mit den Gravel Roads in Tasmanien und machen uns gegen den Abend zu einem Free Campground auf. Es ist etwas ein fremdes Gefühl einen Ort zu haben an dem man gratis campen kann und auch noch mit Toiletten ausgestattet ist. Die einzigen Störenfriede hier sind die zahlreichen Mücken, welche einen auffressen wollen. Nach der ersten Nacht im Zelt packen wir unsere Sachen und ziehen weiter in den Süden nach Cockle Creek. Hier endet die südlichste Strasse in Australien. Wir geniessen eine kurze Wanderung entlang der weissen Strände und stellen unser Zelt direkt neben dem Strand auf. Am Abend hören wir komische Geräusche rundum unser Zelt und wir gehen auf Entdeckungstour. Nachdem ich schon zwei Tasmanische Teufel umherhuschen gesehen habe, suchen wir nach weiteren. Wir folgen den Geräuschen und als wir uns umdrehen hat sich einer dieser schwarzen Teufel von hinten an uns angeschlichen. Als wir ihn entdecken macht er sich aber schnell aus dem Staub. Nach diesen teuflischen Begegnungen machen wir uns auf den Weg zur Zivilisation um einige administrative Dinge zu erledigen. Zudem nutzen wir die Gelegenheit für eine Dusche. Wir finden eine an einem Ort an dem man alles waschen kann. Sei es das Auto, der Hunde, die Wäsche oder sich selbst.

 

Mit der Fähre geht es dann nach Bruny Island, ein Ort an dem die meisten Mietwagen nicht hindürfen. Auch wenn sich uns der Grund dafür nicht ganz erschliesst. Unser unkomplizierter, wenn auch nicht unbesorgter Vermieter hatte jedenfalls keine Einwände. Auf der Fahrt in den Süden der Insel machen wir einen Stopp am Neck. Dieser Ort ist ein schmaler Landstreifen, welcher den Nord- und den Südteil der Insel miteinander verbindet. Zu beiden Seiten sind tolle Strände zu finden und es ist der Ort an dem die Vögel leben hier. Im Süden der Insel im South Bruny Nationalpark finden wir schliesslich unseren Campground. Wir nutzen den restlichen Tag zum Erkunden des Strandes und des Busches in der Nähe. Am Abend werden wir von einem Possum direkt neben unserem Zelt überrascht. Furchtlos ist dieses auf Futtersuche zwischen all den Menschen. Am nächsten Tag machen wir uns auf die Wanderung um die Labillardiere Peninsula. Wir scheinen die einzigen Menschen hier zu sein und überall sind Eidechsen unterwegs. Dann sehen wir einen Ameisenigel (Echidna) mitten auf dem Weg. Wie der Name schon sagt, ist es eine Art Igel, welcher sich von Ameisen ernährt. Ungestört von uns macht sich dieses sonderbare Wesen unentwegt auf Futtersuche. Weiter auf dem Weg finde ich sogar eine Schlange im Busch. Sie verkriecht sich aber zu schnell, um sie in ihrer vollen Pracht zu bewundern. Zurück an den schönen Stränden finden wir auch Menschen. Offenbar kommen lokale Leute hier mit dem Boot hin und geniessen die fast leeren Strände. Die Wanderung wird teils sogar zu einer richtigen Buschwanderung und wir müssen uns den Weg schmerzhaft erkämpfen. Die Mühe lohnt sich aber allemal. Am Abend besucht uns dann das Possum erneut und unsere Zeit im Süden endet.

Tasmania Trip

Now the time has come to go to Tasmania. Early in the morning at 4:30am with the very first train I go to the airport and take the plane to Hobart. That is where I meet Marina again. We want to do a road trip together, but first we need to arrive on this island and get an overview over our travel. The first challenge is to get a rental car. It is not as easy as we thought it is going to be. All the rental companies have no more cars available. For a moment we almost loose our hope. But then we find a local hirer and he offers us an unbelievable good price. First, he does not have a car, but then he offers us a car for 3 days and then we could change the car. We are happy and enjoy our time in Hobart. We get organised for the coming fortnight and then the day to pick up the car has come. The good thing is we don’t need to exchange the car anymore and we get a bigger car than we paid for. Out car is a black Mitsubishi Magna of 2000 and it looks like the car of an old couple.

 

The South

We start our trip in direction to South. To drive such a long car on the left side of the road feels quite weird. But luckily you get used to it quickly. We see a lot of dead animals along and on the road, it seems that there is a lot of wildlife here in Tasmania. But we would prefer to see all the animals alive. Our first destination is the Hartz Mountain National Park. It is very beautiful and peaceful here and we go for a small hike to the Lake Esperance. We have the feeling to be completely alone and with the hilly surroundings it doesn’t feel like being on an island. Far away we can see a little bit of the sea. We collect our first experiences with gravel roads and find a place to stay on a free campground. It feels strange to go to a place where you don’t need to pay to sleep. The only troublemakers here are the mosquitos which seem to be very hungry. After this first night we pack our tent and head to Cockle Creek on the southernmost Highway of Australia. A short hike along the shore with beautiful withe beaches is a good way to explore this place. Tonight, we camp just next to the beach with a private beach access. In the evening we hear some strange noise next to our tent and we try to find some animals. I have already seen two Tasmanian Devils running around the campground and we look for some more. We follow the noise and wait. Then we turn around and find a Devil behind us. But once we discovered him he decides to run away and hide in the bush. After the devilish encounter we make our way back to civilisation for some administrative stuff and we take the chance to take a shower. We find a shower on a place where you can wash everything: the dog, car, clothes and yourself.

 

With the ferry we go to Bruny Island, a place where most of the rental cars are not allowed to go to. We don’t really understand why, but luckily, we have an uncomplicated hirer even if he is a bit concerned. On our drive to the South of the island we stop at the Neck. It is a slim ground strip that connects the northern and southern part of the island. On both sides of the strip are nice beaches and a lot of birds live in this area. Then we drive to the South Bruny National Park where our campground is. During the late afternoon we take the chance to explore the beach and the bush close to the campground. In the evening a possum comes to our tent. It is not scared and looks for food between all the people. In the next morning we go for a hike around the Labillardiere Peninsula. It seems we are the only persons on this walk and we see a lot of lizards everywhere. We have even the chance to see an Echidna, a kind of hedgehog which eats ants. This fascinating creature is looking for food and doesn’t care about us and we can observe it for a long time. Further along the track I discover a snake, but it is too fast, and I only see the black tail disappearing in the bush. At the end of the peninsula we find beautiful beaches and people come here by boat to enjoy these quiet places. Our hike becomes even a real bush walk and we fight us under some pain through the thick bush. But it is worth to do it. In the evening our possum comes again and our time in the South comes to an end. 


Westen

 

Auf unserer Weiterreise passieren wir erneut Hobart und wir irren mit dem Auto in diesem Einbahnverkehrsnetz umher auf der Suche nach Campinggas. Nach dem Shoppingabenteuer machen wir uns auf in den Westen. Wir erreichen den Mt Field Nationalpark und unternehmen eine Wanderung zum Seagers Lookout. Die riesen Felsen in der Buschlandschaft sehen sehr witzig aus und wir geniessen die Aussicht. Wir folgen der schmalen und steilen Kiesstrasse zum Campground, wo wir heisse Duschen geniessen können. Zuvor begeben wir uns aber noch zu den Russel Falls, das Must do in diesem Nationalpark. Um unser Zelt grasen Pademelons (die kleinste Form von Kägurus) und eines hat sogar ein Junges im Beutel. Am nächsten Tag geht es weiter zum Lake St Clair. Leider ist das Wetter überhaupt nicht unser Freund heute. Es regnet und ist sehr kalt. Wir verzichten auf eine Wanderung und ziehen schnell weiter. Unterwegs passieren wir Queenstown, welches stark geprägt ist von Minen. Dort laden wir auch einen Hitchhiker auf, wenn auch nur für 5 Minuten Autofahrt. Wie sich herausstellt habe ich diesen israelischen Reisenden bereits in Neuseeland in einem Hostel getroffen. Wieder einmal ist es faszinierend wie klein die Welt doch ist. Weiter auf der Suche nach etwas besserem Wetter kommen wir in Strahan vorbei und landen schliesslich in Macquarie Heads. Dort treffen wir endlich auf etwas Sonne und geniessen diese ausgiebig. Wir unternehmen einen Spaziergang zum Strand und werden von enormem Wind überrascht. Wir können den Sand sehen, welcher über den Strand geblasen wird und sich seinen Weg sucht. Als wir dann zurück zum Campground wollen hält ein Auto, welches am Strand herumfährt. Der Vater mit Sohn offeriert uns aufgrund der Wetterumstände eine Mitfahrgelegenheit zurück zum Campground und wir nehmen dankend an. Um unser Zelt hoppeln die Wallabies und wir sind froh haben wir einen gedeckten Picknicktisch für unser Abendessen. Wir verlassen diesen idyllischen Ort bereits am nächsten Tag, leider mit einem nassen Zelt. Nach einem kurzen Stopp in Strahan machen wir uns auf den Weg nach Norden entlang der Westküste. Wir verlassen die Zivilisation bald einmal und verlassen die geteerten Strassen. Mit einer kleinen Fähre (2 Autos maximal), welche nach Bedarf kommt, gelangen wir in das kleine Dorf Corinna. Wir unternehmen einen kurzen Waldspaziergang und wagen uns dann entlang der C249 definitiv weg von der Zivilisation. Die Gravel Road führt uns ca. 2h durch die Wildnis mit nicht ausser Natur. In der ganzen Zeit sehen wir kein einziges Haus und kreuzen vielleicht 3 Autos. Die Strasse führt uns auf und ab und schliesslich enden wir wieder auf einer geteerten Strasse. Wir sind froh hat unser Auto diese Fahrt unbeschadet überstanden und bei etwas Sonne besuchen wir die Sarah-Ann Rocks am nahegelegenen Strand. Von dort geht es nach Arthur River, wo wir den Edge oft he World Lookout besuchen. Die Wellen hier sind wild und es ist äusserts windig. Wir haben beinahe das Gefühl am Ende der Welt zu sein. Dann erreichen wir den Campground hier in Arthur River. Ein sehr kleiner Campground, aber mit einem tollen Häuschen zum Kochen. Die einzigen Menschen die wir hier treffen sind australische Touristen. Wir kochen unser Abendessen auf dem BBQ und geniessen das etwas andere Essen und den unterhaltsamen Abend mit Australiern.

The West

 

We keep on going and pass Hobart. We need some gas for our stove and we stray through to the one-way roads to look for it. After this adventure we drive to the West. We arrive at the Mt Field National Park and go for a small hike to the Seagers Lookout. It looks funny with all the big rocks in the bush and we enjoy the view. Over a small steep gravel road, we arrive at our luxurious campground with hot showers. But before we deserve the shower we go to the Russel Falls, the highlight of the Park. Around our tent we have pademelons (the smallest version of kangaroos) grazing and one of these animals has even a baby in the pouch. In the next morning we drive to the Lake St Clair, but unfortunately the weather is not our friend today. It rains, and it is chilly. We decide not to do the hike we wanted to do and move on. We drive through Queenstown, characterized by the mining history and there we find a hitchhiker. We decide to give him a lift and he is happy even if we can take him only for 5 minutes. I realise, that I shared a room with this Israeli in New Zealand, funny how small the world is. Still seeking for better weather, we drive through Strahan and finally arrive in Macquarie Heads. There we find the sun and we enjoy a walk along the beach. But then a strong wind starts, and we start to freeze. The good thing is, we can observe how the sand is moving in streams along the beach. The luck is on our side and a father with his son is driving along the beach and offers us a lift back to the campground. Happy not to walk in the wind we take this opportunity. We have a lot of wallabies around our tent and we are happy to have a sheltered picnic table for the dinner. The following day we leave this idyllic place, unfortunately with a wet tent. After a quick stop in Strahan we leave the sealed road to find our way along the west coast. With the sealed road we leave the civilisation and a small ferry for maximum two cars brings us to Corinna. This very small village is the gateway for the road C249. Far away from everything we follow this gravel road for about 2 hours. During this time, we see a lot of nature, no houses and cross maybe 3 cars. Following the road up and down we find back to a sealed road. Happy that our car survived this road and we didn’t have any problems we go the Sarah-Ann Rocks. Enjoying the sun, we go then to Arthur River, where we go to the Edge of the World Lookout. It feels a bit like the end of the world with rough waves and strong wind. The evening arrives, and we go to a very small campground in Arthur River with a very good cooking shelter. The people here are all Australian tourists. We cook on the BBQ and enjoy the tasty meal in company of some Australians.


Norden

 

Nach einer morgendlichen kalten Dusche machen wir uns auf den Weg in den Norden von Tasmanien. Wir erreichen Stanley. Bekannt durch eine Felsformation, eine Art Halbinsel welche «The Nut» heisst. Der Aufstieg auf die Nut ist sehr steil, aber es lohnt sich. Die Aussicht ist gigantisch. Stanley ist umrundet von tollen Sandstränden. Nach diesen tollen Ausblicken gehen wir entlang der Nordküste weiter nach Boat Harbour Beach. Goldene Strände und türkis farbenes Wasser prägen diesen Strand. Wir genehmigen uns ein warmes Essen im Cafe. Ich bestelle einen Burger und erwarte einen normalen Burger. Ich bekomme aber einen riesigen Burger serviert und er schmeckt fantastisch. Gestärkt ziehen wir weiter und das Wetter klart endlich etwas auf. Wir fahren weiter in Richtung Cradle Valley in das Schutzgebiet Vale of Belvoir. Ein wunderschöner Ort, wenn auch die Zufahrtsstrasse von enormen Schlaglöchern geprägt ist und wir uns erst nicht so sicher sind ob unser Auto das schaffen wird. Wir spazieren umher und die lärmigen Kühe um uns zerstören etwas die Idylle. Kaum ist die Sonne weg ist es eisig kalt und wir suchen Schutz in unserem Zelt. Am nächsten Morgen ist es immer noch eiskalt, windig und es regnet. In Windeseile packen wir unsere Sachen zusammen und fahren los in den Cradle Mountain Nationalpark. Eigentlich wollten wir heute auf den Cradle Mountain wandern, in Anbetracht der Wettersituation sehen wir aber davon ab und bereiten erstmal Frühstück zu. Es herrscht zwar ein Feuerverbot unter dem Dach über den Picknicktischen, über dieses setzen wir uns aufgrund der extremen Wetterverhältnisse weg. Wir sind sehr unmotiviert und ziehen weiter. Unterwegs machen wir zahlreiche Fotostopps entlang der windigen Strassen. Dann endlich zeigt sich die Sonne und wir unternehmen einen Spaziergang zu den Alum Cliffs, ein heiliger Ort für die Aborigines. Mittlerweile ist es schon fast heiss und wir ziehen weiter nach Launceston zum Cataract Gorge. Eine schöne kurze Wanderung führt über eine Hängebrücke und durch das schluchtartige Gelände. Gestärkt von der Sonne ziehen wir weiter nach Branxholm. Ein toller Free Campground mit 1$ Duschen. Eine tolle Abwechslung eine heisse Dusche zu haben und wir geniessen die Sonne bei einem BBQ Abendessen ausgiebig.

The North

 

After a cold morning shower, we hit the road towards the North of Tasmania. This journey brings us to Stanley. This town is known because of its rock formation “The Nut”. The Nut is kind of a peninsula and you can see it from far away. The climb to the top if the Nut is very steep, but it is worth to do it. For people with a lack of fitness there is also an expensive chair lift to get to the top. The view is magnificent, and you can see all the beaches that surround Stanley. After this fabulous view we follow the north coast to Boat Harbour Beach. This is a golden beach with stunning blue water. We enjoy a hot meal at the café on the beach. I order a burger and expect a normal burger and get a huge burger. It is delicious, but I am almost not able to finish it because it is too much. After this feast we move on and the sun decides to come out. We drive to the Cradle Valley to the conservation area Vale of Belvoir. It is a wonderful place, but the road to get there is full of big pot holes and we are not sure if our car can manage it. We go for a walk and the cows around us destroy the idyll with their mooing. Once the sun is gone it gets freezing and we look for shelter in our tent. The next morning it is still freezing combined with strong wind and rain. In one big rush we pack our tent and start driving to the Cradle Mountain National Park. Originally, we wanted to go for a hike today but with this weather we decide not to do it. We use a shelter to cook breakfast and ignore the stove prohibition as we feel a bit in a state of emergency. We are very unmotivated and move on. A windy road with a lot of photo stops brings us to the Alum Cliffs. There the sun comes back to us and we go for a short walk. This place is a sacred place for the Aborigines. It gets almost hot with the sun and we go further to Launceston to the Cataract Gorge. A short hike brings us through the gorge and over a suspension bridge. Together with the sun we then go to Branxholm to a free campground with 1$ showers and enjoy the hot shower and the BBQ in the evening. 


Osten

Noch etwas kühl aber sonnig startet der nächste Tag und wir machen uns auf in den Osten in des Touristenparadis von Tasmanien. Wir fahren in den Mt William Nationalpark und treffen unterwegs unseren ersten lebenden Wombat an. Leider macht das Wetter uns dann mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Regen zieht auf und wir sehen von unserer Wanderung ab. Auf dem Kangaroo Drive halten wir Ausschau nach den Forester Kangurus, eine der grössten Art der Kängurus. Leider vergeblich. Als wir dann stoppen am Swampy Bay werden wir plötzlich von Wallabies überrascht. Sie gesellen sich zu uns und eines beschnuppert sogar meine Hand. Sie stehen Modell und wir können tolle Bilder schiessen. Auch schwarze Schwäne zeigen sich im Wasser. Sie haben extrem lange Hälse und sehen daher etwas gstabig aus. Der Regen will nicht aufhören und nimmt immer mehr zu. Wir weichen von unseren ursprünglichen Plänen ab und machen uns schnellst möglichst auf den Weg weg von der Gravel Road. Die Strassenverhältnisse werden zu gefährlich für unser Auto. Nicht nur das, Zelten kommt heute auch nicht mehr in Frage, es regnet in Strömen. In St Helens suchen wir nach einem Hostel, welches im Lonely Planet aufgeführt ist. Es stellt sich aber heraus, dass dieses Hostel schon seit einigen Jahren geschlossen ist. Es bleibt uns nichts anderes übrig als nach einer anderen Unterkunft zu suchen. Wir werden fündig in St Mary in einem kleinen preiswerten Hotel über einer Bar. Wir geniessen den Luxus der Unterkunft während es weiterhin regnet. Es ist kaum zu glauben, aber am nächsten Morgen scheint die Sonne. Wir machen uns auf den Weg zum Bay of Fire. Dieser Küstenabschnitt ist geprägt von weissen Stränden und orange gefärbten Felsen und Steinen. Das Ganze sieht sehr eindrücklich aus. In der näheren Umgebung starten wir für eine kurze Wanderung zum St Helens Point und geniessen die tolle Sicht und das Wetter. Auf der Weiterfahrt kommen wir noch an ein paar Sanddünen vorbei, bevor wir weiter zum Apsley/Douglas Nationalpark fahren. Für die Wanderungen dort sind wir zwar schon etwas spät, aber wir geniessen die Sonne an einem Wasserloch. Trotzdem ist es uns dann doch etwas zu kalt für eine Abkühlung im Wasser. Der letzte Check des Wetterberichts verheisst wieder einmal nichts Gutes. Am nächsten Morgen soll es wieder in Strömen regnen. Wir sind nicht gewillt unser Zelt bei diesen Verhältnissen zu stellen und finden ein Hostel in Bicheno. Nachdem Checkin fragt uns eine Nachbarin kurz für Hilfe beim Tragen eines Möbelstücks. Dies endet in einer Gartenbesichtigung, Fütterung der Hühner und sogar kuscheln mit Hühnern. Am Ende schenkt uns die nette Frau dann auch noch ein blaues Ei für das Frühstück. Was man nicht immer alles erlebt beim Reisen. Wir machen uns dann weiter und erkunden etwas die Küste und die tollen Aussichtspunkte. Danach haben wir einen entspannten Abend in einem fast leeren Hostel und einem 8er Zimmer für uns alleine. Am nächsten Morgen kommt dann nicht ganz unerwartet wieder strömender Regen. Wir sind froh im Hostel zu sein und nicht draussen. Damit beginnt für uns der Tag erstmal recht faul und wir verbringen den ganzen Morgen in der Unterkunft. Dann wagen wir uns hinaus und machen uns auf den Weg in den Freycinet Nationalpark. Es ist eine DER Touristendestinationen hier in Tasmanien. Die Sonne zeigt sich auch wieder und motiviert besuchen wir den Honeymoon Bay, sowie das Cape Tourville in den Massen von Touristen. Etwas schockiert bin ich dann doch auf dem Parkplatz über die Wallabies hier. Sie sind überhaupt nicht scheu und bekommen offenbar regelmässig Futter von den Touristen. Das Verhalten der Tiere ist aber keineswegs mehr natürlich und ich kann nur den Kopf schütteln, wenn ich das sehen muss. Über das Sleepy Bay geht es dann langsam zum Campground. Das Wetter ist im Prinzip wieder toll, nur ein kalter starker Wind macht den Aufenthalt im Freien etwas unangenehm. Am nächsten Morgen geht es dann auf eine Wanderung. Als erstes steuern wir den Wineglass Bay Lookout an. Es ist das Must-do hier und entsprechend hat es bereits am Morgen zahlreiche Touristen unterwegs. Das Wineglass Bay ist eine schöne Bucht mit weissem Strand und wunderschönem blauen Wasser. Wir ziehen weiter und durch den Busch gelangen wir dann zum Hazards Beach. Ein Strand der seinen Namen durchaus verdient hat. Der Wind hier ist enorm stark und wir werden mit Sand bombardiert und sind einfach nur froh schnell von hier weg zu kommen. Dann verlassen wir den Nationalpark wieder und ziehen weiter. Ein kurzer Ausflug bringt uns zum 9 Miles Beach. Es ist eher unspektakulär, dann das ganze Gebiet ist in Privatbesitz und von Strand sehen wir eigentlich nicht. Dann fahren wir weiter nach Triabunna. Kein spektakulärer Ort und wir campen ganz ungewöhnlich hinter einem Hotel. Wir finden ein Takeaway mit billigem Essen und beschliessen heute nicht selbst zu kochen. Zum Glück, denn dann zieht auch schon wieder Regen auf mit dem starken Wind. Ein Abend an dem wir ungewöhnlich früh zu Bett gehen. Am nächsten Morgen starten wir früh und nehmen die Fähre zum Maria Island Nationalpark. Für einmal sind wir ohne Auto unterwegs auf die autofreie Insel. Es weht ein eisiger Wind und wir sind froh haben wir ein paar warme Kleider eingepackt für die Insel. Auf der Insel leben sehr viele Tiere und deshalb ist es wichtig seine Sachen davor zu schützen, insbesondere damit die Tiere wild bleiben. Wir packen also all unsere Sachen in eine Mülltonne und beschweren diese mit Steine. Dann machen wir uns auf den Weg die Insel zu erkunden. Entlang der Küste wandern wir zu den Fossil Cliffs. Unterwegs sehen wir verschiedene Vögel, Gänse, Enten und auch Wallabies. Alle Tiere scheinen hier friedlich miteinander zu leben. Die Fossil Cliffs sind Sedimentschichten mit zahlreichen Fossilien zum Entdecken. Leider zieht aber Regen auf und wir gehen weiter. Nach nicht allzu langer Zeit beschliesst die Sonne dann wieder hervorzukommen und wir geniessen die Wanderung durch den Wald und über eine Geröllhalde hoch zum Bishop und Clerk. Dies ist ein «Berg» auf der Insel. Die Aussicht ist toll von dort und wir sehen weite Teile der Insel. Dann machen wir uns auf den Abstieg und stellen fest, dass die meisten Touristen bereits wieder mit der Fähre abgereist sind. Dies eröffnet uns die Möglichkeit Wombats beim Grasen zu beobachten. Es ist toll ein solches Tier mal nicht tot am Strassenrand zu sehen. Die Tiere sehen etwas aus wie eine Mischung zwischen einem Bären, einem Murmeltier und einem Koalabär. Richtig süss und sie sind kaum zu stören bei ihrer Futtersuche. Nach den ersten Wombats verlieren wir dann aber schnell das Interesse, die sind hier überall. Toll ist es dann auch mal ein grosses Känguru zu sehen, wenn auch nur aus der Ferne. Auch die Wallabies und die Pademelons sind überall anzutreffen, es ist besser als jeder Zoo hier. Dann gehen wir zu den Painted Cliffs. Eine Sandsteinformation mit tollen Farben, welche nur bei Ebbe zu erreichen ist. Überwältigt von diesem tollen Anblick gehen wir dann hungrig zu unserem Campground zum Essen. Später am Abend als ich von der Toilette zum Zelt gehe treffe ich sogar auf einen Tasmanischen Teufel. Der Ausflug auf diese Insel hat sich damit definitiv gelohnt.

 

 

Am nächsten Morgen verlassen wir die Insel wieder und machen uns auf den Rückweg nach Hobart. Bei der Autoübergabe erfahren wir dann, dass unser Auto während unseres Aufenthalts auf der Insel Krawall gemacht hat. Die Alarmanlage hat verrückt gespielt, ist uns mehrfach aufgefallen, und ein Anwohner hat die Polizei verständigt. Es ist aber nichts weiter passiert und wir geniessen den letzten Tag in Hobart mit einem Ausflug zum Botanischen Garten. Hier trennen sich nun auch die Wege von Marina und mir. Eine tolle Zeit zusammen geht zu Ende und es fühlt sich etwas komisch an nun wieder alleine unterwegs zu sein. 

The East

The next morning is a bit chilly but the sun is with us and we go to the east coast. It is the place where all the tourists want to go in Tasmania. Our first destination is the Mt William National Park. On the road we find a Wombat, the first one we see which is not dead. Once again, the weather is no longer our friend and it starts to rain. We skip our hiking plans and watch for Forester Kangaroos on the Kangaroo Drive. These Kangaroos are the tallest ones, but unfortunately no one shows up. We stop at Swampy Bay and there we get surprised from some wallabies. They come to us and one of them sniffs my hand. Then they stay close to us and we can take some photos. We can even see some black swans. Their long necks look very unnatural. The rain isn’t stopping, and the gravel road isn’t safe anymore to drive with our car. That’s when we look for the fastest way back to a sealed road. As the rain gets stronger and stronger we decide, that camping isn’t an option this evening. Our guide book tells us, that there is a hostel in St Helens and we drive there. But unfortunately, the hostel is closed since several years and we stay in front of closed doors. We have no other possibility to look for another accommodation. We find an affordable hostel in St Mary and enjoy having a sheltered place while it is raining like hell. We can’t believe it when the sun is shining the next morning. We visit the Bay of Fire. This is a coast line with withe sand beaches and orange rocks. It is very impressive, and we go for a walk to the St Helens Point. The weather and the view are beautiful. Passing some sand dunes, we make our way to the Apsley/Douglas National Park. We are a bit late for the hikes here, but we enjoy the sun on a waterhole. It is quite warm, and people are swimming here. But it is too chilly for us to take a swim. The latest update of the weather forecast is not too good. It is supposed to rain a lot the very next morning. We don’t want to end up putting down our tent in this rain that is why we are looking for a hostel. We find one in Bicheno. After the check in a neighbour asks us for some help to carry some furniture. We end up in her garden talking about her chickens, holding chickens in the arm and she gives us a blue egg. It’s funny what you experience during travels. After this we go for a walk around the town to discover the shore and some viewpoints. We enjoy a relaxed evening and have an 8-share room for the two us. As expected it rains a lot in the morning and we are very lazy. We are happy to have a roof and it is lunchtime until we leave the place. We make our way to the Freycinet National Park, THE must go place for tourists in Tasmania. Slowly the sun comes out and we are motivated to discover the Honeymoon Bay and later the Tourville Cape. There are a lot of tourists around and I am shocked to see the wallabies here on the parking lot. They are very apathic and unnatural in their behaviour because of stupid tourist who feed them. I am sad to see this, and I can only shake my head if I see this. On the way to the campground we pass quickly at the Sleepy Bay. The weather is good again, but the gusty wind makes it quite chilly to be outside. With this weather we start the next day with a hike. The first destination is the Wineglass Bay Lookout. It is the must do here and even in the morning there are already a couple of tourists. The Wineglass Bay is a beautiful bay with a withe sand beach and blue water. We keep on hiking through the bush until we reach the Hazards Beach. This beach rewards his name truly. The wind here is extremely strong and the waves rough. We get bombed by all the sand and we are simply when we leave the beach. We leave the National Park and move further south along the east coast. On the way we pass the Miles Beach, but it is not very interesting. The area is in private hand and you don’t really see the beach. Then it’s time to go to Triabunna. It is not a spectacular place and we camp in the backyard of a hotel. While strolling around we find a cheap Takeaway and decide not to cook tonight. It is a good decision, just a couple of minutes later it starts to rain mixed with the strong icy wind. It is one of the evenings we go to bed very early. With the ferry and without the car we make our way to the Maria Island National Park on the next morning. It is a car free island and a wildlife sanctuary. The wind is still chilly, and we are happy having some warm clothes with us. There are a lot of animals on the island and it is important that these animals stay wild. That is why everything need to be protected against wildlife and we store our food in metal bins. We explore the island and start along the shore to the Fossil Cliffs. On the way we see different birds, geese, ducks and wallabies. All these animals seem to live friendly together. The Fossil Cliffs are old sediment layers with fossils in it. Unfortunately, it starts to rain, and we move on. The rain doesn’t last very long, and the sun comes back, and we enjoy the hike through the forest and over boulders to Bishop & Clerk. This is a “mountain» on the island with a good view over wide parts of the island. We go back down and most of the tourists left the island already. This is the perfect opportunity for us spot some wombats grazing. It is very nice to see them alive and not dead next to the road. Wombats look a bit like a mix between a bear, a marmot and a koala. They are very cute and relaxed. After the first few wombats we loose soon the interest in observing them. We can even spot a huge kangaroo, but just from far away. We see a lot of wallabies and pademelons, it is better than every zoo on this island. We make our way further to the Painted Cliffs. This is a colourful sandstone formation which only is accessible while low tide. Overwhelmed of this beautiful place we go bac to the campground to get some dinner. Later in the evening I am lucky and see a Devil on my way from the toilet to the tent. This journey was definitive worth doing it.

 

 

The next morning, we leave the island and return to Hobart. We bring our car back and our hirer tells us that the car made some trouble during our stay on Maria Island. The alarm was going on several times, we realised this problem before, and one of the neighbours called the police. But luckily nothing bad happened and we enjoy our last day in Hobart with a trip to the Botanical Garden. Here the paths of Marina and me will split. It was an amazing time and it feels weird to travel alone again after all this time.


Blue Mountains

 

Ja, ich war bereits in den Blue Mountains zu einem früheren Zeitpunkt meiner Reise. Da ich diesen Ort so toll gefunden habe, ist es der perfekte Ort um meine Reise zu beenden. Nach meiner Ankunft in Sydney geht es direkt nach Katoomba zusammen mit einer Reisebekanntschaft aus Frankreich. Wir geniessen das grösstenteils schöne Wetter und es fühlt sich gut an die Blue Mountains wieder zu sehen. Jede Wanderung hier ist immer wieder ein neues Erlebnis, auch wenn ich sie bereits gemacht habe. Zudem ist es toll hier in das Hostel zurückzukehren. Die Atmosphäre ist immer noch toll und ich kann meine letzten Tage hier entspannen und noch etwas meine Ferien geniessen vor meiner Rückreise. 

Blue Mountains

 

Yes, I have been at the Blue Mountains earlier during my travels. I loved this place and that is why it is the perfect place to finish my travels. After my arrival in Sydney I go directly back to Katoomba with a French travel mate I met in the beginning of my travels in Australia. We enjoy the more or less good weather and it feels good to be back in this place. The hikes are still amazing even if I already did them before. And it is nice to return to the Flying Fox, it is still the homely place it was the last time. I can relax and enjoy my holidays before me return to Switzerland.